Author: faums6

1. Mai!

Den Kampftag der Arbeiter*innenklasse hat die FAU Münster ausgiebig begangen. Bereits am Vorabend ging es mit der Kundgebung „Patriarchat und Kapitalismus verhexen“ los. Redebeiträge befassten sich nicht nur mit aktuellen Zumutungen, sondern auch mit historischen Unterdrückungsmechanismen wie den „Hexenverbrennungen“ und deren Kontinuität. Einige hundert Teilnehmer*innen waren gekommen. Dank an das Frauen*Streikbündnis, das nicht nur am 8. März aktiv & kämpferisch ist.

Weiter ging es mit dem antikapitalistischen Block auf der traditionellen 1.-Mai-Demo, die der anmeldende DGB dieses Mal besonders kurz gehalten hat. Länger als sonst war jedoch der Demozugteil, der sich hinter den DGB-Gewerkschaften ansammelte. ‚Die Rote Kapelle‘ sorgte für einen ‚alternativen‘ musikalischen Rahmen, könnte sich aber auch ‚Schwarz-rote Kapelle‘ nennen.

Am Nachmittag trafen wir in Dortmund auf Genoss*innen aus dem Ruhrgebiet, Siegen, Krefeld, Koblenz und Bielefeld. Mit etwa 700 Teilnehmer*innen ein kraftvolle Demonstration, auch wenn die Polizei in deutlich gereizterer Stimmung als in Münster war. Wir hoffen, dass die Bemühungen der dortmunder und bochumer Genoss*innen, ein eigenständiges FAU-Syndikat aufzubauen, durch die unübersehbare Präsenz Auftrieb erhalten haben, und freuen uns, viele von Euch mal wieder offline gesehen zu haben!

Arbeitskampf bei Buchhandlung Walther König

Seit Februar befindet sich die FAU München im Arbeitskampf mit der Buchhandelskette. Es geht um Minusstunden, Kündigungen, Entgeltfortzahlung bei Krankheit und Urlaubsentgelt. Inzwischen hat die FAU München mehere Kundgebungen organisiert und Klagen eingereicht. Mehr dazu: http://fau-m.de/

Auch in anderen Städten plant die FAU gegen die Buchhandelskette vorzugehen. Auch in Münster gibt es eine Filiale – und zwar im LWL-Museum am Domplatz. Mit einigen ehemaligen Beschäftigten haben wir bereits gesprochen. Allen Beschäftigten bieten wir an, sie zu unterstützen. Wendet euch gerne an faums-sprechstunde@fau.org

Direkten Kontakt zu der Initiative der (gekündigten) Kolleg*innen in München: https://www.facebook.com/notmykoenig/ Sie freuen sich über Protestmails. Eine Vorlage gibt es hier

Krallen schärfen – und weiter geht’s! Einladung zum Offenen Treffen am 18. Januar

Wir laden Euch zu unserem ersten Offenen Treffen im Jahr 2021 am Montag 18. Januar um 18.05 Uhr ein. Wir wollen den Corona-Blues hinter uns lassen und freuen uns, alte und neue Interesse zu begrüßen. Das Programm:
Zum Start gibt es einen kurzen historischen Input zum Thema „Anarchist*innen in der SPD“. 
Danach wollen wir voraus schauen ins kommende Jahr: Was planen wir für 2021? Was liegt an in Münster? Was würdet Ihr gerne gemeinsam mit uns tun?
Und natürlich ist Zeit zum Kennenlernen, und für Fragen und Antworten zur FAU.

 

Einladung zum Kennenlernen – Die FAU Münster stellt sich vor

… am Montag 21.12. um 18.05 Uhr

Die FAU Münster ist … ja, was denn eigentlich?

Wir wollen eine starke, radikale Gewerkschaftsbewegung, uns gegenseitig im Alltag und insbesondere bei Problemen im Arbeitsleben unterstützen, wir wünschen uns ein Wirtschaftsweise jenseits des Kapitalismus und eine hierarchiefreie basisdemokratische Gesellschaftsordnung an. Um dem näher zu kommen, braucht es viele und einen langen Atem. Wir fangen aber schon mal an!

Kommt zu unserem Treffen für Interessiert am Montag ab 18.05 Uhr: Bei Bedarf gibt es einen Einführungsvortrag und ansonsten Zeit für Fragen und Diskussionen. Wir treffen uns über Zoom:

https://wwu.zoom.us/j/99937221886

Meeting-ID: 999 3722 1886
Kenncode: FAUMS

(wir hätten zwar auch lieber eine nicht-kommerzielle Software benutzt, aber leider hatten wir da mit der Störungsanfälligkeit von Präsentationen zu kämpfen)

Eine ganz einfache Sache – zwei Wochenlöhne nachgefordert und bekommen

CleverTronic heißt die Firma. Das ist wohl eher Zufall – denn es gibt bestimmt viele Firmen, in denen es ähnlich läuft, außer dass davon niemand in unserer Sprechstunde berichtet. Drei Monate hatte er als Werkstudent auf Teilzeitbasis im Verkauf gearbeitet. Als er kündigte, fragte er, ob er seinen Urlaub noch nehmen dürfte. Nein, meinte der Chef.

An sich gut, denn dann müsste der Urlaubsanspruch ja ausgezahlt werden. Das passierte aber nicht. In drei Monaten kommt immerhin ein Urlaubsanspruch von 6 Tagen (bei einer Sechstagewoche) zusammen. Also einen Wochenlohn sollte es geben. Klare Sache.

Und es war Frühjahr. Da gibt es viele Feiertage: Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Pfingstmontag und noch die beiden Donnerstage, deren theologischer Sinn und Gehalt sicher den meisten nicht präsent ist, wohl aber, dass die Läden dicht sind und danach ein Freitag kommt, an dem auch sehr gerne mal frei genommen wird.

Wenn ein regelmäßiger Arbeitstag auf einen solchen Feiertag fällt und die Arbeitszeit aufgrund der Feiertagsruhe ausfällt, hat man ebenfalls Anspruch auf Bezahlung (Schön für Verkäufer*innen – aber Pflegekräfte beispielsweise haben von dieser Bestimmung im Regelfall nichts). Aber was ist, wenn man nur unregelmäßíge Arbeitstage hat? Hier bleibt das Gesetz etwas unklar. Die Bundesregierung schreibt dazu lapidar: „Es gilt folgender Grundsatz: Der Arbeitnehmer soll durch den Feiertag weder geschädigt noch bereichert werden.“.(*) Wer übrigens am Tag vor oder nach dem Feiertag unentschuldigt fehlt, hat keinen Anspruch auf Feiertagsentgelt.

Da hier sechs Feiertage in Frage kommen und so ein Laden eine Sechstagewoche hat, haben wir einen weiteren Wochenlohn gefordert. Der wurde ebenfalls anstandslos bezahlt. Ein schlichtes Forderungsschreiben hat gereicht.

(*) Quelle: https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a164-entgeltfortzahlung-bei-krankheit-und-an-feiertagen.pdf?__blob=publicationFile

25. November: Arbeitsrecht für Anfänger*innen +++ ab 18 Uhr online +++

…aufgrund der Corona-Lage online via Zoom. Die Zugangsdaten:

https://wwu.zoom.us/j/97615638371

Meeting-ID: 976 1563 8371
Kenncode: FAUMS

Viele Studierende und Auszubildende müssen nebenbei jobben – häufig in prekären Verhältnissen. Wir klären über die gängigen Rechtsbrüche und Tricks auf und diskutieren rechtliche und kollektive Gegenstrategien.

Im Rahmen der „Kritischen O-Wochen Münster“ – aber selbstverständlich nicht nur für Studienanfänger*innen, und für alle Lohnabhängigen gleichermaßen informativ!


Solidarität mit den streikenden Busfahrer*innen!

Kundgebung mit Fahrer*innen der Stadtwerke Münster, verschiedener privater Busunternehmen und Students for Future am vergangenen Donnerstag in Mettingen. Die Verhandlungen gehen weiter. Busfahrer*innen verdienen oft nur ca. 14 Euro brutto nach Tarif für anstrengenden und oft von unbezahlten Zeiten durchlöcherten Schichtdienst. An diesem Tag streikten auch die Abfallwirtschaftsbetriebe in Münster