Willkommen auf der Seite der FAU Münsterland!

banner1Wir sind die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union Münsterland und informieren hier über unsere Aktivitäten, Ziele und Positionen. Wir verstehen uns als Basisgewerkschaft mit anarchosyndikalistischen Grundsätzen und Arbeitsweisen und sind Mitglied der FAU-Bundesföderation, die in über 30 Städten aktiv ist. Diese Website ist noch recht neu und wirkt daher noch etwas unfertig – aber das ändern wir nach und nach.

25. November: Is there Power in the Union? Rudolf Rocker und kämpferische Gewerkschaften heute

Rudolf Rocker ist einer der bedeutendsten Theoretiker des Anarchosyndikalismus. In den 1920er Jahren, der Blütezeit dieser libertären Gewerkschafts- bewegung in Deutschland, war er als unermüdlicher Agitator und Organisator in der Freien Arbeiter-Union Deutschlands (FAUD) tätig und verfasste u.a. die „Prinzipienerklärung des Syndikalismus“.

Emmelie Öden, Autorin der Broschüre „Proletarisches Mainz“, begibt sich mit uns auf eine virtuelle Stadtführung und stellt ihn, die damalige Arbeiter*innenbewegung und sein Wirken in seiner Heimatstadt vor.

Die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union Münsterland fragt anschließend nach der Aktualität seines Ansatzes. Anhand aktueller Arbeitskämpfe lässt sich erahnen, wie stark sich die Arbeitswelt und die Gewerkschaftsbewegung verändert haben.

Doch wie stehen die Chancen für eine kämpferische Gewerkschaftsbewegung heute? Warum ist der anarchosyndikalistische Ansatz fast überall auf der Welt marginal, auch wenn es hier und dort erfolgreiche und hoffnungsvolle Ansätze gibt? Über diese Fragen besteht nach dem Vortrag ausreichend Gelegenheit und sicher auch Anlass zur Diskussion.

Eine Veranstaltung der Zeitung Graswurzelrevolution und der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) Münsterland mit Emmelie Öden (Autorin, Mainz).

Samstag, 25. November 2017, 20 Uhr,
Evangelische Studierendengemeinde, Breul 43

Kämpferische Gewerkschaften aufbauen!

Kommt Vorbei! Einladung zum FAU-Kennenlernabend – am 4. Dienstag im Monat

Die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union ist ein Zusammenschluss von Basisgewerkschaften und -initiativen in über 30 Städten bundesweit. Wir wollen den herrschenden Ausbeutungsverhältnissen etwas entgegensetzen: Eine Gewerkschaftsbewegung, die nicht nur konkrete Verbesserungen für ihre Mitglieder erkämpfen kann, sondern auch gesamtgesellschaftlich wirkt: Gegen Diskriminierung und Unterdrückung jeglicher Art, für eine freiheitliche und gerechte Gesellschaft. Bei uns haben nicht Funktionär*innen das Sagen, sondern die aktiven Mitglieder an der Basis – im Betrieb, im Stadtteil, an der Uni…

Wenn Ihr das auch gut findet, kommt zu unseren Offenen Treffen am 4. Dienstag im Monat ab 21.00 Uhr im Hinterraum des Plan B am Hansaring! Nächste Termine: 22. August, 26. September, 24. Oktober, 28. November 2017.

Wir stellen die FAU in einer kurzen Präsentation vor und bieten danach reichlich Gelegenheit zur Diskussion.

„Der Arbeitskampf kennt keine Grenzen“ – Aufruf der FAU zum 1. Mai 2017

Wir rufen dazu auf, zum 1. Mai 2017 die Solidarität mit Migrant*innen in den Mittelpunkt zu stellen, die wie wir Arbeiter*innen sind, aber als migrantische Arbeiter*innen in besonderer Weise unter den gegenwärtigen politischen Verhältnissen leiden und kapitalistischer Ausbeutung ausgesetzt sind.

Wie in vielen anderen Städten wird sich die FAU an der Demonstration am 1. Mai in Münster beteiligen. Am 5. Mai feiern wir aber richtig: Mit Vortrag, Film und Konzert in der Baracke – zugunsten unseres Arbeitskampf-Solifonds. Doch nicht nur Arbeitsmigrant*innen brauchen unsere Solidarität!

Europaweit und darüber hinaus erstarken populistische Parteien und Bewegungen in einer Breite, wie wir es in den letzten Jahrzehnten nicht erlebt haben. Was macht diesen Populismus aus? Hinter der Ablehnung einiger Symbole der kapitalistischen Globalisierung, etwa von Freihandelsverträgen oder dem Euro, steckt ein Nationalismus, der die globalisierte kapitalistische Ausbeutung keineswegs in Frage stellt. Dieser Nationalismus spaltet was zusammengehört, und pfercht zugleich zu vermeintlichen Interessengemeinschaften zusammen, was in Wirklichkeit durch Klassengegensätze gespalten ist.

Solidarität gegen Rassismus und Ausbeutung!

Gerade Migrant*innen sind in besonderem Maße von Ausbeutung und Entrechtung betroffen. Durch die rassistische Migrationspolitik werden manche mit Arbeitsverboten belegt, manche auch mit Arbeitszwang. Andere haben keinerlei Aufenthaltspapiere und sind doch gezwungen, sich und ihre Familien durchzubringen. In illegalisierten Arbeitsverhältnissen können sie jedoch kaum ihre Rechte durchsetzen und sind der Willkür ihrer „Arbeitgeber“ ausgesetzt.

Doch auch wenn die Jobs „legal“ sind, sind sie oft prekär: In Branchen wie Gastronomie, Reinigung, Pflege und Bau sind Arbeitsrechtsverstöße in Form von Scheinselbständigkeit, Lohndumping, „kalten“ Kündigungen und Lohnklau an der Tagesordnung. Die etablierten sozialpartnerschaftlichen Gewerkschaften zeigen jedoch nur begrenztes Interesse, (illegalisierte) Migrant*innen zu organisieren oder sie im Kampf um Bleiberecht und gegen rechtliche Hindernisse zu unterstützen. Vielmehr vertieft deren Fokus auf die Stammbelegschaften und Standortsicherung die sozialen Spaltungen, während sich die Spirale der Prekarisierung weiter dreht.

Dagegen hilft nur eins: Lassen wir uns nicht gegeneinander aufhetzen – als „einheimische“ gegen „ausländische“ Arbeiter*innen, als regulär Beschäftigte gegen prekär Beschäftigte, als ein „Standort“ gegen die anderen –, sondern suchen wir das Verbindende im Kampf um bessere Lebensbedingungen und für eine Welt ohne Ausbeutung und Herrschaft!

Migrant*innen brauchen kämpferische Gewerkschaften!

Gegen die neuen Mauern an den Grenzen und in den Köpfen müssen wir uns zusammenschließen, um Solidarität und gegenseitige Hilfe zu organisieren  – wie im Fall unserer Kollegen aus Rumänien, die auf der Baustelle desEinkaufszentrums Mall of Berlin unter skandalösen Arbeits- und Lebensbedingungen ausgebeutet, um Lohn betrogen und bedroht wurden: Die Organisierung in der FAU und der gemeinsame Arbeitskampf führten dazu, dass das Berliner Einkaufszentrum „Mall of Shame“ getauft und zum Symbol der migrantischen Ausbeutung in Deutschland wurde. So konnten wir das gesellschaftliche Klima der Hetze insbesondere gegen Arbeitsmigrant*innen aus Südosteuropa mit einem Beispiel von erfolgreichem Widerstand beantworten.

Auch in den gegenwärtigen Bestrebungen, geflüchtete Menschen für unterbezahlte Arbeit zu verpflichten, sehen wirein Zusammengehen von Ausgrenzung und Absenkung arbeitsrechtlicher Standards, das in der Konsequenz alle Arbeiter*innen negativ betrifft. Wir sollten hier als Arbeiter*innenklasse nicht nur für Bewegungsfreiheit aller Menschen, sondern auch gegen staatlich organisierte Ausbeutung kämpfen.

Wir Arbeiter*innen brauchen kämpferische Gewerkschaften!

In der internationalistischen Tradition des 1. Mai und des Anarchosyndikalismus rufen wir zur Solidarität mit migrantischen ArbeiterInnen auf. Protestieren und kämpfen wir gemeinsam gegen prekäre Arbeitsbedingungen, gegen kapitalistische Ausbeutung und gegen das rassistische Migrationsregime. Nur mit einer grenzüberschreitenden Gewerkschaftspraxis können wir uns gegen den Kapitalismus wehren. Zusammen werden wir Brücken bauen, wo andere Mauern errichten möchten!

18.3.: Daddy Longleg und Dörtebeker: Solikonzert für die Zapatistas und Film zum Thema

Daddy Longleg aus Dülmen begann Anfang der 90er melodiösen (klassen-)kämpferischen Punk zu spielen. Heute spielt Daddy Longleg aus Münster/Berlin melodiösen (klassen-)kämpferischen Oldschoolpunk. 

Die Gruppe B.A.S.T.A. ist fast schon so lange mit dem Autonomieprojekt der meist indigenen Kleinbäuer*innen in Chiapas/Südmexiko solidarisch. Dort vor Ort und in Münster, finanziell, journalistisch und durch praktische Arbeit. Mit der FAU kämpfte sie z.B. gegen schwarze Schafe auf dem „Fair-Trade“-Kaffeemarkt.

Dörtebeker kommen aus Bremen und machen Punk. Auch alte Bekannte, wenn auch nicht unter diesem Namen. Lasst Euch überraschen. Wir sind natürlich mit einem kleinen Infotisch und so weiter dabei. Ab 19 Uhr in der Baracke.

Wrocław – Unterstützt den Kampf gegen Entlassungen am Theater!

Kulturhauptstadt Wrocław 2016 – Erst gefeiert, jetzt gefeuert!

Das polnische Wrocław war die europäische Kulturhauptstadt 2016. Kaum gehen das Jahr und die Kultursubventionen zu Ende, folgt nun auf das Feuerwerk der kulturelle Kahlschlag. Alleine am Polski Theater der Stadt sollen jetzt 11 langjährige Beschäftigte gekündigt werden. Schlimm genug, wäre da nicht zusätzlich auch noch der Umstand, dass es sich bei ihnen allesamt um Mitglieder der syndikalistischen „ArbeiterInnen-Initiative“ (IP) handelt und dass sie zuvor gegen Kürzungen und die Arbeitsbedingungen im Theater mobil gemacht hatten. Die IP ruft zu Protesten auf.

[Ein Muster für einen Protestbrief, den möglichst viele Kulturschaffende, Gewerkschaften, soziale Initiativen unterstützen sollten, findet Ihr am Ende dieses Beitrags – unterstützt die Genoss*innen!]

Weiter lesen „Wrocław – Unterstützt den Kampf gegen Entlassungen am Theater!“

„Memoria Viva“ – Rückblick auf den Kinoabend

CNT.jpegTrotz sommerlicher Temperaturen fanden sich zahlreiche Zuschauer im Münsteraner Programmkino Cinema ein. Nach einer kurzen Einführung und Danksagung an die FAU, durch Regisseur Antonio J. García de Quirós Rodríguez, startete „Memoria Viva -Lebendige Erinnerung“. Der Dokumentarfilm zeichnete die Rolle der CNT in der spanischen Arbeiter*innenbewegung, mit anschaulichen Statements, aus biographischen Interviews von 54 vielfach betagten Genoss*innen, nach. Der in historische Abschnitte unterteilte Film, arbeitete mit nur sehr wenigen Archivaufnahmen und lies vor den Augen der Zuschauer ein eindrucksvolles filmisches Zeugnis von „Oral History“, im Kontext einer „Geschichtsschreibung von unten“ entstehen. Der Arbeit des Teams um „Memoria Viva“ kommt nicht nur vor diesem Hintergrund eine immense Bedeutung zu, nach Aussagen des Regisseurs in der nachfolgenden Diskussion, ergab sich, dass zahlreiche weitere Interviews geführt worden sind, die für den Film leider nicht berücksichtigt werden konnten. Diese Quellen bieten über den Film hinaus, eine wichtige Erfahrungsgrundlage für kommende Generationen und Kämpfe, in und außerhalb von Spanien. So ergaben sich in der Diskussion, viele weitere interessante Anknüpfungspunkte, die bis weit in den Abend hinein vertieft werden konnten.

Unsere Solidarität gegen ihre Repression – Gemeint sind wir Alle! Demonstration in Münster

In den vergangenen Wochen und Monaten gab es in Münster immer wieder Repressionsschläge gegen linke Strukturen. Auch wenn die Angriffe immer nur einige Einzelne treffen – sie richten sich trotzdem gegen uns alle! Zusammen werden wir deshalb am 30. Juli auf die Straße gehen um unserer Solidarität Ausdruck zu verleihen.
plakattttttt-212x300In Münster spielte in letzter Zeit Repression vor allem gegen den Kampf um ein Recht auf Stadt eine Rolle.
Menschen wurden aktiv gegen die Verdrängung aus den Stadtvierteln durch immer teurere Mieten, Aufwertung und Luxussanierung. Es gibt einen Mangel an Wohnraum und ein Bedürfnis nach einem oder mehreren Sozialen Zentren, die gemeinsam von Bewohner*innen der Stadt unkommerziell und selbstverwaltet organisiert werden. Es wird die Frage gestellt „Wem gehört die Stadt?“. Doch diese Frage ist bei Politik, Polizei und Investor*innen unerwünscht und sie wird mit Repression beantwortet. Hausbesetzungen, die kurzzeitig zu Sozialen Zentren wurden und Raum für die Bewohner*innen der Stadt geschaffen haben, wurden schnell und gewaltsam geräumt. Die Chance das alte Postgebäude gemeinschaftlich zu nutzen und die vielfältigen Ideen der Anwohner*innen darin zu verwirklichen wurde durch eine durchgeprügelte Räumung vereitelt. Stattdessen werden an dieser Stelle im nächsten Jahr ein E-Center und teure Wohnungen entstehen – gegen den Willen der Anwohnenden, die sich bei einer spät initiierten und schnell wieder vergessenen „Bürgerbeteiligung“ klar dagegen ausgesprochen haben.

Alle wichtigen Infos und den Aufruf findet ihr hier:
https://unseresolidaritaet.noblogs.org/

Demonstration | Samstag 30. Juli 2016 | Beginn 15.00 Uhr | Stadthaus 1 (Klemensstraße), Münster

Memoria Viva – Lebendige Erinnerung (Dokumentarfilm)

Die Linse und die FAU Münsterland präsentieren den Dokumentarfilm
„Memoria Viva -Lebendige Erinnerung“.

Die Confederación Nacional del Trabajo (CNT) hat als anarchosyndikalistische Gewerkschaft Pionierarbeit bei den Arbeitsrechten auf der iberischen Halbinsel geleistet. Diese über 100 Jahre Kampferfahrung sind im einundzwanzigsten Jahrhundert angekommen.

Memoria Viva reist durch das kollektive Gedächtnis von der Gründung der CNT im Jahre 1910 und ihrer wichtigsten sozialen Kämpfe. Ausgehend vom Kampf um den acht Stunden Arbeitstag, dem spanischen Bürgerkrieg, über die Unterdrückung und Exil während der Franco-Diktatur, bis zum Übergang in die Gegenwart.

Der Film nahm seinen Anfang bei den 100-Jahr-Feierlichkeiten der CNT, wo der Wunsch entstand, die Erinnerungen der alten Genoss*innen zu dokumentieren. Herausgekommen ist ein 120 minütiger Dokumentarfilm, der die Geschichte der CNT erzählt, aus der Perspektive der Veteran*innen, wodurch ein sehr authentisches Bild entsteht und den Film, gerade in diesem Jahr, in dem sich die spanische Revolution zum 80. mal jährt, zu einem spannenden Dokument macht.

Der Regisseur Antonio J. García de Quirós Rodríguez und der Produzent Gonzalo Palomo Guijarro, werden zudem während des Films und bei der anschließenden Diskussion anwesend sein.

Memoria Viva – Lebendige Erinnerung
Dienstag 19 Juli 2016 | Beginn 19:30 Uhr | Cinema, Warendorfer Str. 45-47, Münster
Eintritt: 8,00 Euro und 6,50 Euro ermäßigt.

Trailer zum Film

Veranstaltung in Dortmund am 26. Mai!

Am 26. Mai stellen wir die FAU in Dortmund vor. Zugleich sind zwei Genossen aus der FAU Dresden auf Vortragsreise und präsentieren uns:

Grundthesen dCZ4Vmr5WQAUXxIl.jpg-largees Anarchosyndikalismus

[hier der Audiomitschnitt vom Vortrag]

Die Welt verändern wollten viele linke Bewegungen. Sowohl die „Diktatur des Proletariats“ unter der
Führung einer so genannten revolutionären Partei als auch die Sozialdemokratie haben geschichtlich aufgezeigt, dass sie nicht in der Lage waren und sind das ungerechte System aus Leistungszwang, Unterdrückung und Bevormundung durch Staat oder eine so genannte Avangarde aufzulösen. Viele idealistischere linksradikalen und libertären Strömungen versanken in Marginalität und Individualismus. Der Anarchosyndikalismus setzt dagegen auf radikale Basisdemokratie, Transparenz und eine sich bildende und kritische Massenbasis um die Verhältnisse zu ändern. Dabei orientiert er sich entlang sozialer Kämpfe und trifft so immer wieder mit den prekarisierten Mitmenschen auf einer Ebene gegenseitiger Hilfe zusammen. Der Vortrag gibt einen Überblick über Begriffe und Konzepte dieser politischen Bewegung.

Daneben wird die FAU und erste Ansätze zum Aufbau von anarchosyndikalistischen Gewerkschaftsstrukturen im östlichen Ruhrgebiet vorgestellt.

Eine Veranstaltung der Initative für eine FAU-Sektion im östlichen Ruhrgebiet

26. Mai 2016 | Beginn: 19 Uhr | Black Pigeon, Scharnhorststr. 50, 44147 Dortmund | Facebook-Veranstaltung