Kämpferische Basisgewerkschaften aufbauen!

Kommt Vorbei! Einladung zum FAU-Kennenlernabend am 25. April

Die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union ist ein Zusammenschluss von Basisgewerkschaften und -initiativen in über 30 Städten bundesweit. Wir wollen den herrschenden Ausbeutungsverhältnissen etwas entgegensetzen: Eine Gewerkschaftsbewegung, die nicht nur konkrete Verbesserungen für ihre Mitglieder erkämpfen kann, sondern auch gesamtgesellschaftlich wirkt: Gegen Diskriminierung und Unterdrückung jeglicher Art, für eine freiheitliche und gerechte Gesellschaft. Bei uns haben nicht Funktionär*innen das Sagen, sondern die aktiven Mitglieder an der Basis – im Betrieb, im Stadtteil, an der Uni…

Wenn Ihr das auch gut findet, kommt zu unserem Kennenlernabend am Dienstag, den 25.04. ab 20.00 Uhr im Hinterraum des Plan B am Hansaring!

Wir stellen die FAU in einer kurzen Präsentation vor und bieten danach reichlich Gelegenheit zur Diskussion.

„Der Arbeitskampf kennt keine Grenzen“ – Aufruf der FAU zum 1. Mai 2017

Wir rufen dazu auf, zum 1. Mai 2017 die Solidarität mit Migrant*innen in den Mittelpunkt zu stellen, die wie wir Arbeiter*innen sind, aber als migrantische Arbeiter*innen in besonderer Weise unter den gegenwärtigen politischen Verhältnissen leiden und kapitalistischer Ausbeutung ausgesetzt sind.

Wie in vielen anderen Städten wird sich die FAU an der Demonstration am 1. Mai in Münster beteiligen. Am 5. Mai feiern wir aber richtig: Mit Vortrag, Film und Konzert in der Baracke – zugunsten unseres Arbeitskampf-Solifonds. Doch nicht nur Arbeitsmigrant*innen brauchen unsere Solidarität!

Europaweit und darüber hinaus erstarken populistische Parteien und Bewegungen in einer Breite, wie wir es in den letzten Jahrzehnten nicht erlebt haben. Was macht diesen Populismus aus? Hinter der Ablehnung einiger Symbole der kapitalistischen Globalisierung, etwa von Freihandelsverträgen oder dem Euro, steckt ein Nationalismus, der die globalisierte kapitalistische Ausbeutung keineswegs in Frage stellt. Dieser Nationalismus spaltet was zusammengehört, und pfercht zugleich zu vermeintlichen Interessengemeinschaften zusammen, was in Wirklichkeit durch Klassengegensätze gespalten ist.

Solidarität gegen Rassismus und Ausbeutung!

Gerade Migrant*innen sind in besonderem Maße von Ausbeutung und Entrechtung betroffen. Durch die rassistische Migrationspolitik werden manche mit Arbeitsverboten belegt, manche auch mit Arbeitszwang. Andere haben keinerlei Aufenthaltspapiere und sind doch gezwungen, sich und ihre Familien durchzubringen. In illegalisierten Arbeitsverhältnissen können sie jedoch kaum ihre Rechte durchsetzen und sind der Willkür ihrer „Arbeitgeber“ ausgesetzt.

Doch auch wenn die Jobs „legal“ sind, sind sie oft prekär: In Branchen wie Gastronomie, Reinigung, Pflege und Bau sind Arbeitsrechtsverstöße in Form von Scheinselbständigkeit, Lohndumping, „kalten“ Kündigungen und Lohnklau an der Tagesordnung. Die etablierten sozialpartnerschaftlichen Gewerkschaften zeigen jedoch nur begrenztes Interesse, (illegalisierte) Migrant*innen zu organisieren oder sie im Kampf um Bleiberecht und gegen rechtliche Hindernisse zu unterstützen. Vielmehr vertieft deren Fokus auf die Stammbelegschaften und Standortsicherung die sozialen Spaltungen, während sich die Spirale der Prekarisierung weiter dreht.

Dagegen hilft nur eins: Lassen wir uns nicht gegeneinander aufhetzen – als „einheimische“ gegen „ausländische“ Arbeiter*innen, als regulär Beschäftigte gegen prekär Beschäftigte, als ein „Standort“ gegen die anderen –, sondern suchen wir das Verbindende im Kampf um bessere Lebensbedingungen und für eine Welt ohne Ausbeutung und Herrschaft!

Migrant*innen brauchen kämpferische Gewerkschaften!

Gegen die neuen Mauern an den Grenzen und in den Köpfen müssen wir uns zusammenschließen, um Solidarität und gegenseitige Hilfe zu organisieren  – wie im Fall unserer Kollegen aus Rumänien, die auf der Baustelle desEinkaufszentrums Mall of Berlin unter skandalösen Arbeits- und Lebensbedingungen ausgebeutet, um Lohn betrogen und bedroht wurden: Die Organisierung in der FAU und der gemeinsame Arbeitskampf führten dazu, dass das Berliner Einkaufszentrum „Mall of Shame“ getauft und zum Symbol der migrantischen Ausbeutung in Deutschland wurde. So konnten wir das gesellschaftliche Klima der Hetze insbesondere gegen Arbeitsmigrant*innen aus Südosteuropa mit einem Beispiel von erfolgreichem Widerstand beantworten.

Auch in den gegenwärtigen Bestrebungen, geflüchtete Menschen für unterbezahlte Arbeit zu verpflichten, sehen wirein Zusammengehen von Ausgrenzung und Absenkung arbeitsrechtlicher Standards, das in der Konsequenz alle Arbeiter*innen negativ betrifft. Wir sollten hier als Arbeiter*innenklasse nicht nur für Bewegungsfreiheit aller Menschen, sondern auch gegen staatlich organisierte Ausbeutung kämpfen.

Wir Arbeiter*innen brauchen kämpferische Gewerkschaften!

In der internationalistischen Tradition des 1. Mai und des Anarchosyndikalismus rufen wir zur Solidarität mit migrantischen ArbeiterInnen auf. Protestieren und kämpfen wir gemeinsam gegen prekäre Arbeitsbedingungen, gegen kapitalistische Ausbeutung und gegen das rassistische Migrationsregime. Nur mit einer grenzüberschreitenden Gewerkschaftspraxis können wir uns gegen den Kapitalismus wehren. Zusammen werden wir Brücken bauen, wo andere Mauern errichten möchten!

18.3.: Daddy Longleg und Dörtebeker: Solikonzert für die Zapatistas und Film zum Thema

Daddy Longleg aus Dülmen begann Anfang der 90er melodiösen (klassen-)kämpferischen Punk zu spielen. Heute spielt Daddy Longleg aus Münster/Berlin melodiösen (klassen-)kämpferischen Oldschoolpunk. 

Die Gruppe B.A.S.T.A. ist fast schon so lange mit dem Autonomieprojekt der meist indigenen Kleinbäuer*innen in Chiapas/Südmexiko solidarisch. Dort vor Ort und in Münster, finanziell, journalistisch und durch praktische Arbeit. Mit der FAU kämpfte sie z.B. gegen schwarze Schafe auf dem „Fair-Trade“-Kaffeemarkt.

Dörtebeker kommen aus Bremen und machen Punk. Auch alte Bekannte, wenn auch nicht unter diesem Namen. Lasst Euch überraschen. Wir sind natürlich mit einem kleinen Infotisch und so weiter dabei. Ab 19 Uhr in der Baracke.

Wrocław – Unterstützt den Kampf gegen Entlassungen am Theater!

Kulturhauptstadt Wrocław 2016 – Erst gefeiert, jetzt gefeuert!

Das polnische Wrocław war die europäische Kulturhauptstadt 2016. Kaum gehen das Jahr und die Kultursubventionen zu Ende, folgt nun auf das Feuerwerk der kulturelle Kahlschlag. Alleine am Polski Theater der Stadt sollen jetzt 11 langjährige Beschäftigte gekündigt werden. Schlimm genug, wäre da nicht zusätzlich auch noch der Umstand, dass es sich bei ihnen allesamt um Mitglieder der syndikalistischen „ArbeiterInnen-Initiative“ (IP) handelt und dass sie zuvor gegen Kürzungen und die Arbeitsbedingungen im Theater mobil gemacht hatten. Die IP ruft zu Protesten auf.

[Ein Muster für einen Protestbrief, den möglichst viele Kulturschaffende, Gewerkschaften, soziale Initiativen unterstützen sollten, findet Ihr am Ende dieses Beitrags – unterstützt die Genoss*innen!]

Weiter lesen „Wrocław – Unterstützt den Kampf gegen Entlassungen am Theater!“

„Memoria Viva“ – Rückblick auf den Kinoabend

CNT.jpegTrotz sommerlicher Temperaturen fanden sich zahlreiche Zuschauer im Münsteraner Programmkino Cinema ein. Nach einer kurzen Einführung und Danksagung an die FAU, durch Regisseur Antonio J. García de Quirós Rodríguez, startete „Memoria Viva -Lebendige Erinnerung“. Der Dokumentarfilm zeichnete die Rolle der CNT in der spanischen Arbeiter*innenbewegung, mit anschaulichen Statements, aus biographischen Interviews von 54 vielfach betagten Genoss*innen, nach. Der in historische Abschnitte unterteilte Film, arbeitete mit nur sehr wenigen Archivaufnahmen und lies vor den Augen der Zuschauer ein eindrucksvolles filmisches Zeugnis von „Oral History“, im Kontext einer „Geschichtsschreibung von unten“ entstehen. Der Arbeit des Teams um „Memoria Viva“ kommt nicht nur vor diesem Hintergrund eine immense Bedeutung zu, nach Aussagen des Regisseurs in der nachfolgenden Diskussion, ergab sich, dass zahlreiche weitere Interviews geführt worden sind, die für den Film leider nicht berücksichtigt werden konnten. Diese Quellen bieten über den Film hinaus, eine wichtige Erfahrungsgrundlage für kommende Generationen und Kämpfe, in und außerhalb von Spanien. So ergaben sich in der Diskussion, viele weitere interessante Anknüpfungspunkte, die bis weit in den Abend hinein vertieft werden konnten.

Memoria Viva – Lebendige Erinnerung (Dokumentarfilm)

Die Linse und die FAU Münsterland präsentieren den Dokumentarfilm
„Memoria Viva -Lebendige Erinnerung“.

Die Confederación Nacional del Trabajo (CNT) hat als anarchosyndikalistische Gewerkschaft Pionierarbeit bei den Arbeitsrechten auf der iberischen Halbinsel geleistet. Diese über 100 Jahre Kampferfahrung sind im einundzwanzigsten Jahrhundert angekommen.

Memoria Viva reist durch das kollektive Gedächtnis von der Gründung der CNT im Jahre 1910 und ihrer wichtigsten sozialen Kämpfe. Ausgehend vom Kampf um den acht Stunden Arbeitstag, dem spanischen Bürgerkrieg, über die Unterdrückung und Exil während der Franco-Diktatur, bis zum Übergang in die Gegenwart.

Der Film nahm seinen Anfang bei den 100-Jahr-Feierlichkeiten der CNT, wo der Wunsch entstand, die Erinnerungen der alten Genoss*innen zu dokumentieren. Herausgekommen ist ein 120 minütiger Dokumentarfilm, der die Geschichte der CNT erzählt, aus der Perspektive der Veteran*innen, wodurch ein sehr authentisches Bild entsteht und den Film, gerade in diesem Jahr, in dem sich die spanische Revolution zum 80. mal jährt, zu einem spannenden Dokument macht.

Der Regisseur Antonio J. García de Quirós Rodríguez und der Produzent Gonzalo Palomo Guijarro, werden zudem während des Films und bei der anschließenden Diskussion anwesend sein.

Memoria Viva – Lebendige Erinnerung
Dienstag 19 Juli 2016 | Beginn 19:30 Uhr | Cinema, Warendorfer Str. 45-47, Münster
Eintritt: 8,00 Euro und 6,50 Euro ermäßigt.

Trailer zum Film

Kampagnenstart „Dein Recht im Minijob“

FAU_MS_Minijob-13_01_16-InfotischMinijobs machen bundesweit etwa 20% aller Beschäftigungsverhältnisse (sieben Millionen Arbeitsplätze) aus – doch oft wissen Minijobber*innen nicht, dass sie die gleichen Arbeitsrechte wie Vollzeitbeschäftigte haben. Und Arbeitgeber*innen missachten diese Rechte beinahe flächendeckend.

Daher haben wir unsere Kampagne „Dein Recht im Minijob“ ins Leben gerufen.

Um Abhilfe zu schaffen, haben wir die wichtigsten Infos in einer Broschüre zusammengetragen. Ihr findet diese auf unserer Webseite.

FAU_MS_Minijob-13_01_16-Aussen_Asta FHDoch auch im direkten Austausch wollen wir Interessierte ansprechen, die mehr über eigene Rechte als Minijobbende erfahren wollen, ihre Erfahrungen teilen und Handlungsmöglichkeiten ausloten wollen. Am 13. Januar 2016 haben wir in Münster unsere Broschüre “Dein Recht im Minijob“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Weitere Veranstaltungen in Münster und umliegenden Städten sollen in den nächsten Monaten folgen.

Weiter lesen „Kampagnenstart „Dein Recht im Minijob““

Willkommen auf der Seite der FAU Münsterland!

banner1Wir sind die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union Münsterland und informieren hier über unsere Aktivitäten, Ziele und Positionen. Wir verstehen uns als Basisgewerkschaft mit anarchosyndikalistischen Grundsätzen und Arbeitsweisen und sind Mitglied der FAU-Bundesföderation, die in über 30 Städten aktiv ist. Diese Website ist noch recht neu und wirkt daher noch etwas unfertig – aber das ändern wir nach und nach.

Dein Recht im Minijob! Eine Einführung in das Arbeitsrecht, für geringfügig Beschäftigte – aber auch alle anderen!

minijobstickerMinijobs machen bundesweit 20% aller Beschäftigungsverhältnisse aus. Das sind rund sieben Millionen. Auffällig ist, dass in Minijobs überdurchschnittlich oft Student*innen, Frauen, Migrant*innen und Menschen mit Behinderung arbeiten. Minijobs sind zumeist Niedriglohnjobs. Und Minijobber*innen wissen oft nicht, dass sie die gleichen Arbeitsrechte wie Vollzeitbeschäftigte haben. Das wollen wir ändern! Unsere Einführung in das Arbeitsrecht ist zwar auf Minijobs ausgerichtet, aber das allermeiste gilt eben für alle anderen auch.

Wir wollen unsere Kampagne und die dazugehörige Homepage nach und nach ausbauen, mit Tipps und Arbeitsrechtlinks, Vorträgen und Medienarbeit, und natürlich auch mit praktischen Erfolgen im Betrieb!