Über 80 Teilnehmende bei 1.-Mai-Kundgebung in Kinderhaus – „Der Krise solidarisch entgegentreten“

„Corona heißt Klassenkampf – Der Krise solidarisch entgegentreten!“

Auf Einladung der FAU Münster beteiligten sich zahlreiche Gruppen an einer 1.-Mai-Kundgebung in Kinderhaus an der Brüningheide. Über 80 Menschen kamen – wesentlich mehr als geplant. Wir danken allen, die bei der Organisation und Durchführung dieser gelungenen, kämpferischen und motivierenden Kundgebung mitgeholfen haben.

Solidarität mit den Streikenden bei Productos Florida in Valencia! Mehr siehe: https://www.fau.org/artikel/

Themen der Redebeiträge der FAU waren unter anderem die Gesundheitspolitik und die Situation von Pflegekräften sowie Kündigungen und Arbeitsrechtsverstöße in der Krise. Zudem wurde eine Solidaritätsbotschaft an die Streikenden bei „Productos Florida“ in Valencia gesendet.

Demonstrieren mit Distanz – Kundgebung vor der Hochhaussiedlung in der Brüningheide

 

 

 

 

 

Weitere Fotos und ein ausführlicher Bericht: https://r-mediabase.eu/
Im Folgenden findet die gemeinsame Pressemitteilung.

### Presse Mitteilung 1. Mai in Kinderhaus ###
Münster – am 1. Mai haben in Kinderhaus etwa 80 Personen für eine solidarische Verteilung der gesellschaftlichen Lasten in der Corona-Krise demonstriert. Zu der Kundgebung unter dem Motto „Gesellschaftliche Konflikte aufzeigen – der Krise solidarisch entgegentreten“ hatte ein Bündnis aus der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft FAU, der IL Münster, dem Odak Kulturzentrum, dem VVN-BdA, der Gruppe Rosa, dem Frauen*Streik Bündnis und der DKP aufgerufen.

Die Demonstrant*innen forderten unter anderem ein sofortiges Verbot von Zwangsräumungen und Kündigungen von Menschen, die in der Krise ihre Arbeit verloren haben. Während einige um ihre Existenz kämpften, dürften große Wohnungskonzerne nicht weiter horrende Mieten einstreichen. „Banken und Konzerne werden mit Milliarden unterstützt und bei den Schwachen unserer Gesellschaft wird weg geschaut – auch deshalb sind wir heute hier, wollen hinschauen, wollen unsere Solidarität öffentlich kundtun“, betonte Ansgar Schmidt von der DKP Münster. Geflüchtete in Massenunterkünften könnten keine Abstands- und Hygieneregeln einhalten, erklärte Sevim Ateş vom Odak Kulturzentrum: „Wir fordern daher die Schließlung aller Lager und die Aufnahme aller Menschen!“

„Auch die Gewalt gegen Frauen und Kinder im eigenen Zuhause nimmt in diesen Tagen enorm zu. Gleichzeitig gibt es für die Betroffenen weniger Möglichkeiten, sich im öffentlichen Raum Hilfe zu holen“ prangerte Laura Duve vom Frauen*Streik Bündnis an. Einstimmig forderten die Demonstrant*innen bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne in Pflegeberufen, die heute noch mehrheitlich von Frauen* ausgeübt werden.